Stadtwanderungen

Der Mauer entlang

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28 Jahre trennte die Mauer West-Berlin vom Ostteil der Stadt und dem restlichen Gebiet der DDR. Dieser “antifaschistische Schutzwall” galt als Symbol für den Kalten Krieg und die Teilung Deutschlands. Unzählige Menschen verloren ihr Leben beim Versuch, sie zu überwinden. So unfassbar die Vorstellung war, dass eine Mauer eine Stadt teilte, so erstaunlich ist es heute, dass kaum noch etwas von ihr zu finden ist. Auf dem ehemaligen “Niemandsland”, dem Grenzstreifen, entstanden völlig neue Stadtlandschaften. In unglaublich kurzer Zeit wurde das Regierungsviertel und der komplette Potsdamer Platz (neu)erbaut.

Diese Tour führt Sie entlang des ehemaligen Mauerstreifens vom Reichstag über die Gedenkstätte der Maueropfer zum Holocaustmonument, weiter zum Potsdamer Platz und endet am Checkpoint Charlie.

Dauer der Tour: 2 Stunden

 

„Jüdisches Viertel“

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Zum Ende des 17. Jahrhunderts entstanden in diesem Stadtviertel verschiedene Einrichtungen und Institutionen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Obwohl dies nur eines von mehreren jüdischen Zentren in Berlin ist, sind die Spuren der Gemeinde bis heute zu sehen.

Das Viertel hat sich seit dem Fall der Mauer enorm gewandelt. In den ersten Jahren war es das „Verfallene“, das gepaart mit einer euphorischen Aufbruchstimmung, einen besonderen Charme und große Anziehungskraft auf Berliner und Besucher ausübte. Heute sind es die zahlreichen restaurierten Hinterhöfe mit ihren neuen kreativen Arbeitsstätten wie Ateliers, Galerien und Design-Stores, die das Straßenbild neu prägen. Eine Vielzahl von Cafés, Restaurants und Clubs ließen das Viertel zu einem der beliebtesten der Stadt werden. Ein Besuch lohnt sich.

Dauer der Tour: 2 Stunden

 

„Zwischen Upstall und Tempelhofer Berg“

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In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verwandelte ein wildes Bau- und Spekulationsfieber dieses ehemals ländliche Gebiet in eine “Mietskasernenstadt” – mit all seinen Folgen. Trotzdem – oder gerade deshalb – hat sich hier eine besondere Mischung von Wohnen, Arbeiten und Leben bewahrt. Lernen Sie die Umgebung zwischen Halleschem Tor, Platz der Luftbrücke, Viktoriapark und Marheinekeplatz näher kennen und erfahren Sie, warum der Kaiserstein Kaiserstein heißt und welche Verbindung es zwischen Napoleon und Kreuzberg gibt.

Dauer der Tour: 2 Stunden

 

Kreuzberg SO 36

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Der Bau der Mauer teilte diesen im 19. Jahrhundert gärtnerisch angelegten Stadtteil in zwei politische Welten. Durch Baupläne eines Autobahndrehkreuzes drohte dem zu West-Berlin gehörende Teil der Abriss. Angesichts der großen Wohnungsnot war es nicht verwunderlich, dass die Hausbesetzerszene dieses Stadtviertel prägte und eine Heerschar von Wenigverdienern sich hier niederließ. Im Laufe der Zeit wurden aus “Instandbesetzern” Hauseigentümer. Heute gehört der Teil von Kreuzberg zwischen Engelbecken und Oranienstraße zu den multikulturellen Bezirken der Stadt.

Dauer der Tour: 2 Stunden

 

Prenzlauer Berg – der „junge“ Bezirk

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Dieser Arbeiterbezirk entstand im 19. Jahrhundert und wurde im Krieg zum größten Teil von Bombardements verschont. Er hat aber sehr unter nur notdürftige Instandhaltungen zu DDR Zeiten gelitten. Nach 1990 galt das Viertel als das größte Sanierungsgebiet West-Europas. Zu Ost-Berliner Zeiten ließen sich vor allem jene Leute hier nieder, deren Lebensstil nicht immer mit den Zielen und Idealen des sozialistisch-kommunistischen Systems konform waren. Diese eigenwillige Stimmung ist trotz Sanierungen bis heute hier spürbar. Zwischen den U-Bahnhöfen Senefelder Platz und Eberswalder Straße hat sich die Lebendigkeit und ungezwungene Atmosphäre dieses “jungen” Bezirks erhalten.

Der absolute Geheimtipp von Prenzlauer Berg ist Konnopke. Machen Sie einen kurzen Zwischenstopp bei einer der ältesten Imbissbuden Berlins und stärken Sie sich bei einer Original Berliner Currywurst.

Dauer der Stadtwanderung: 2 Stunden

Info
Stadwanderungen: 2 Stunden = 100,- Euro + 19% Mwst.